Mitmachpartei.

tl;dr „Mitmachpartei“ richtig verstehen. Es tun. Und damit viel um-sich-selbst-kreiseln überflüssig machen. Und nicht nerven. Bitte.


Warum nicht mal wieder eine Worthülse knacken? Wie wär’s mit „Mitmachpartei“. Rollen wir das doch einfach mal von hinten auf:

Mitmach-PARTEI

Guckstu →hier. Aha, wir sind also angetreten, um (leicht gestrafft und etwas gewaltloser formuliert)

…innerhalb des Staates danach zu streben, politischen Einfluss zu erringen, um unsere sachlichen und ideellen Ziele zu verwirklichen. Wesentlicher Teil des Erringens bzw. Ausübens von politischem Einfluss ist es, Führungspositionen in staatlichen und anderen Institutionen mit Parteimitgliedern oder der Partei nahestehenden Menschen zu besetzen.

Da ist jedes Wort lesenswert. Und wer nun sagt „Bundestag ist doch nicht das Ziel, wir können doch auch ohne ganz viel bewegen,“ der hat sicher recht. Wir können auch ohne ganz viel bewegen und natürlich ist Bundestag nicht das Ziel. Aber Bundestag ist ein wichtiges Mittel, unseren Zielen Gehör zu verschaffen und an der Umsetzung zu arbeiten. Wer da nicht rein will… gut. Wer nicht will, dass die Piraten reinkommen, der… ich sags mal ganz hart… sollte sich vielleicht woanders engagieren.

Mit-MACH-partei

Ah ja. Es gibt viele Formen, sich zu engagieren. Man (oder frau) kann

  • an Infoständen Flyer verteilen,
  • neue Programmanträge ausarbeiten oder vorhandene Positionen verbessern,
  • eine Verwaltungsaufgabe in der Partei übernehmen,
  • Vorträge halten, Konferenzen organisieren und/oder
  • im Dicken Engel moderieren.
  • Und noch viel mehr.

Aber: machen wär schon gut.

Für die, die PIRATEN einfach geil finden und uns unterstützen möchten, ohne sich dabei selbst aktiv einzubringen -und das ist ihr gutes Recht- sollten wir eine nicht stimmberechtigte Fördermitgliedschaft einführen. Für die anderen sollte als erstes mal der Standardwert für die Umfragepräferenz auf „Ja“ gesetzt werden. Ihr wisst schon, was ich meine…

Was aber gar nicht geht: Sich daneben stellen, das was andere tun madig machen, aber selbst nichts produktives beitragen. Und damit meine ich nicht die Tatsache, dass beim Buvo-Bashing im Dicken Engel rekorverdächtige 200 Personen im Raum sind, aber in der parallel tagenden AG Netzpolitik gerade mal vier Leutchen am Schaffen sind. Klar, dass sich da auch viele informieren wollen über das, was da wieder mal im Spiegel stand.

Nein, ich meine damit die Personen, die bei solchen Gelegenheiten ans Mikrofon gehen und sich durch besonderes scharf formulierte Kritik hervortun, aber sonst eher wenig durch… ah ja, ich merke, ich komme jetzt zu:

MIT-machpartei

…die also sonst eher wenig dadurch auffallen, dass sie sich konstruktiv in Zusammenarbeit mit Anderen einbringen.

Hey Leute, wir sind hier nicht das Forum für Eure privaten Hobbies! Wir sind eine politische Partei. Hier gilt es,

  • sich politische Themenfelder inhaltlich zu erarbeiten (Protipp: das ist hart),
  • die Probleme auf den Punkt zu bringen (härter)
  • und umsetzbare Lösungsmöglichkeiten vorzuschlagen. Konkret und durchdacht. In einem komplexen Dschungel von Abhängigkeiten. Und das ist richtig hart.

Macht mit dabei. Wir brauchen Eure Hilfe.

Nur leider: Euer privates Problem, Euer Herzblut, Euer einziges, superwichtiges Anliegen spielt da eher eine Nebenrolle. Bringt Eure Erfahrungen mit ein, wenn es hilfreich ist, aber erwartet nicht, dass sich auf ein jeden Tag gefühlt drölf mal dahingeworfenes Buzzword hin die ganze Gruppe abendfüllend mit Eurem „Ding“ auseinandersetzt. Das wird nicht passieren. Aber es wird trotzdem Zeit und Nerven kosten. Zeit und Nerven, die wir für was anders brauchen. Zum Beispiel dafür, ein richtig geiles Programm auszuarbeiten, mit dem wir den Wählern wieder zeigen können:

Es gibt uns noch.

Wir haben was zu sagen.

Und wir verdienen ihr Vertrauen.

In diesem Sinne:
Schönes Wochenende.

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2 Gedanken zu „Mitmachpartei.

  1. Pingback: Wo ist die Mitmachpartei gebleiben? | @moonopool

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